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Matratzenarten

Kaltschaummatratze, Latexmatratzen und Viscomatratzen oder auch eine Federkernmatratze – solche Matratzen finden sich in fast jedem Haushalt in nahezu jedem Bett. Nur wer wenig Platz hat, greift vielleicht eher zu einem Schlafsofa als Alternative oder manch anderer schwört auch auf ein Wasserbett.

Die meisten Menschen beschäftigen sich also irgendwann einmal mit dem Kauf einer neuen Matratze – wahrscheinlich sogar öfter, denn eine Matratze hält zwar lange, aber auch nicht ewig. Selbst wenn sie äußerlich noch in Ordnung ist und auch noch genügend Stabilität bietet, sollte sie spätestens alle zehn Jahre aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden. Dabei stellen sich immer wieder Fragen wie:

1.

Welches ist die richtige Matratzenart für mich?

 

2.

Welche Matratzen gibt es überhaupt und passt jede Matratzenart zu mir?

 

3.

Solche und andere Fragen möchte ich in dieser Matratzen-Kunde beantworten und so etwas Hilfestellung beim Kauf einer neuen Matratze geben.


Unterschiedliche Matratzenarten

Die in Einrichtungshäusern oder online erhältlichen Matratzen unterscheiden sich in erster Linie nach dem verwendeten Material in ihrem Innern. Alle Matratzen bestehen aus einem Matratzenmantel und einem Matratzenkern. Jeder Matratzenkern bringt dabei individuelle Eigenschaften mit, die die jeweilige Matratzenvariante auszeichnen. Insgesamt gibt es vier große Arten von Matratzen:


Was beim Matratzen-Kauf noch gut zu wissen ist

Härtegrade

Für den Schlafkomfort und eine gesunde Lagerung der Wirbelsäule ist es entscheidend, wie weich oder hart eine Matratze ist. Leider gibt es für die Matratzenhärte kein einheitliches System. Fast jeder Hersteller arbeitet hier mit eigenen Maßstäben. Mancher bietet einfach nur weiche oder harte Matratzen an, andere Produzenten unterteilen auch in drei oder fünf Härtegrade wie in dieser Übersicht:

Härtegrad 1 bis 60 kg

Härtegrad 2 60 bis 80 kg

Härtegrad 3 80 bis 110 kg

Härtegrad 4 110 bis 140 kg

Härtegrad 5 über 140 kg

Die meisten Angebote finde ich sicherlich im Bereich von 60 bis 80 kg als weiche Matratzen und harte Matratzen entsprechend im Bereich von 80 bis 110 kg. Grundsätzlich sollte mit höherem Körpergewicht immer eine härtere Matratze gewählt werden. Sie bietet mehr Widerstand, es gibt kein übermäßiges Einsinken und auch Bewegungen im Schlaf fallen dann leichter.

Matratzenhöhe

Bei Angaben zur Matratzenhöhe muss ich für echte Vergleichbarkeit immer darauf achten, ob von der Gesamthöhe oder nur von der Höhe des Matratzenkerns die Rede ist. Meistens wird jedoch die Gesamthöhe angeführt.

Eine zu dünne Matratze staucht sich ab einer gewissen Gewichtsbelastung einfach zusammen und kann sich dann nicht weiter dem Körper anpassen.

Für einen Erwachsenen sind Matratzen mit einer Höhe von 16 cm oder weniger deswegen ungeeignet – 20 cm Höhe sollte eine Matratze hier mindestens aufweisen.

 

Kindermatratzen müssen aber noch nicht höher als 12 cm sein und in den ersten Lebensmonaten reichen auch Babymatratzen mit nur 5 cm Höhe.

 

Lattenrost

Bei einem Bett ist die Hauptaufgabe eines Lattenrosts in erster Linie die gute Luftzirkulation. Mit elastischen und flexibel gelagerten Federhölzern, die sich den Bewegungen des Schlafenden anpassen, kann ein Lattenrost zusätzlichen Schlafkomfort liefern.

Viele Lattenroste bieten dazu auch ein höhenverstellbares Kopf- oder Fußteil. Mit zunehmender Dicke einer Matratze verpuffen solche Funktionen aber immer mehr – auch die Enden des Rostes lassen sich hier nur noch minimal aufstellen. Eine dicke Matratze ist dann ganz allein für das Schlaferlebnis zuständig und ich merke keinen Unterschied mehr, ob sie auf einem einfachen Rollrost oder einem ausgefeilten Lattenrost liegt.

Beim Kauf einer neuen Matratze muss also nicht automatisch immer noch ein ‚besonders passender‘ Lattenrost her. Auch verschleißen Lattenroste kaum und bedürfen dazu keines regelmäßigen Tausches aus Hygienegründen wie bei einer Matratze.

Raumgewicht

Das Raumgewicht – kurz RG – beschreibt die Menge des Rohmaterials, die ich in einem Kubikmeter des Endproduktes finde. Beispielsweise bei einer Kaltschaummatratze bedeutet das also: wie viel Kaltschaum steckt da wirklich drin? Je mehr davon enthalten ist, desto stabiler und vor allem langlebiger wird die Matratze.

Eine leichte Qualität, die aber auch schon nach deutlich weniger als fünf Jahren durchgelegen sein kann, verbirgt sich hinter einer Angabe wie RG 30. Dieses Raumgewicht ist höchstens für Kindermatratzen zu empfehlen. Gute Matratzenqualität für Erwachsene ist erst ab RG 35 oder RG 40 aufwärts zu haben.

Der Premium-Bereich beginnt bei RG 50 oder RG 55 inklusive sehr guter Haltbarkeit von zehn Jahren und mehr selbst bei täglicher Belastung.

Liegezonen

Ortophaedischematratze
Fast alle Matratzen bieten heute mit unterschiedlicher Elastizität ausgestattete Liegezonen für die einzelnen Körperpartien. Das sorgt für eine optimale Anpassung der Matratze entlang des ganzen Körpers. Drei Liegezonen gehören dabei zum Standard. Gute bis sehr gute Matratzen bringen auch fünf, sieben oder neun Zonen als Komfortausstattung mit.