Ihr Begleiter für erholsame Nächte

Viscomatratzen Test

Für wen sind Viscomatratzen besonders geeignet?

Normalschläfer, die gern weich liegen, finden mit Viscomatratzen immer ideale Matratzen für jahrelangen erholsamen Schlaf in allen Schlaflagen. Insbesondere Seitenschläfern wird die sanfte Anpassungsfähigkeit mit gleichzeitiger Stabilität in den Viscomatratzen gefallen.

Diese Matratzenart ist aber genauso perfekt für alle, die mit Problemen im Rücken oder in den Gelenken zu kämpfen haben. Punktuelle Elastizität und der allgemeine Liegekomfort sind hier – und auch bei Störungen der Durchblutung – sehr wohltuend.

Staub oder Milben haben auf den Schaumkernen der Viscomatratzen keine nennenswerten Chancen, heimisch zu werden.

Ihre Bezüge sind fast immer abnehmbar und können in der Maschine gewaschen werden – so erfüllen viscoelastische Matratzen dann schließlich auch alle Anforderungen, die Allergiker in diesem Bereich stellen.

 

In unserem Viscomatratzen Test haben wir uns die bekannten Modelle angeschaut und über mehrere Monate getestet. Die Ergebnisse haben wir für Sie in unserem Test zusammengefasst.


Aufbau

Viscomatratzen setzen sich aus Matratzenkern und Bezug oder Obermaterial zusammen. Der Kern ist hier meist zweiteilig aufgebaut und besteht aus einer normalen Schaumstoffschicht, die von einer zusätzlichen Schicht Viscoschaum ergänzt wird. Was ist das Besondere an diesem Viscoschaum?

Der Schaum, den ich heute in Viscomatratzen für erholsamen und gesunden Schlaf finde, wurde einst als Tempur oder auch Memory Foam von der NASA für das Weltraumprogramm entwickelt. Dieser Schaumstoff besitzt eine hohe, sehr präzise Anpassungsfähigkeit. Dabei reagiert er auf Druck und dazu auf Körperwärme und baut dann zuverlässig seine stabile Unterstützung auf. Verschwinden Druck oder Wärme wieder – nach dem Aufstehen aus dem Bett oder beim Herumdrehen in der Nacht – ‚erinnert‘ sich dieser Schaumstoff an seine Ausgangsposition und kehrt an der gerade noch benutzten Stelle fast sofort in den Ursprungszustand zurück.

Für den Schlafbereich haben Hersteller den Memoryschaum in den letzten Jahren weiter verfeinert. Er wurde atmungsaktiver und reagiert heute individueller auf bestimmte Gewichtsbelastungen statt wie zuvor nur auf bloßen Druck – daher rührt auch die aktuelle Bezeichnung als viscoelastische Matratzen oder einfach Viscomatratzen.

Die Funktionalität des Memoryschaums ist natürlich ideal für eine Matratze – allerdings reagiert ein ausschließlich mit Memoryschaum gefertigtes Modell auch sehr empfindlich und lässt den schlafenden Körper durch Druck und Körperwärme dann sehr tief einsinken. Deswegen wird bei den meisten Modellen eine zusätzliche Kaltschaumschicht eingezogen, um diesen Effekt etwas auszugleichen und der Matratze Stabilität zu verleihen.

Oft wird der Viscoschaum auch zwischen zwei Schichten Kaltschaum eingebettet. Das macht sich dann beim Wärmemanagement der Matratze oder ihrer Reaktionszeit auf Bewegungen bemerkbar – die genaue Aufteilung variiert immer etwas in Abhängigkeit von den gewünschten Liegeeigenschaften der Matratze.

Ein Bezug aus natürlichen Materialien und atmungsaktiven Fasern bildet dann das Obermaterial solcher Viscomatratzen.


Was zeichnet Viscomatratzen aus?

Bei Viscomatratzen steht klar der Memoryschaum im Mittelpunkt. Seine schnelle Reaktion auf Druck und zusätzlich auch Wärme verleihen diesen Matratzen bereits eine Ausnahmestellung. Die wird dann von der bemerkenswerten Materialeigenschaft, sich genauso schnell wieder in den Ursprungszustand zurückbewegen zu können, noch einmal unterstrichen.

Vorteile von Viscomatratzen

Die beschriebenen Eigenschaften dieser Matratzen finde ich dann natürlich auch unter den vielen Pluspunkten im Viscomatratzen Test wieder.

Hohe Anpassungsfähigkeit

Allen voran wird dabei die optimale Anpassungsfähigkeit dieses Matratzentyps gelobt. Er reagiert sensibel und punktgenau auf den Körper des Schlafenden und gibt in jeder Lage die notwendige Unterstützung für alle Körperpartien. Der Gegendruck fällt dabei sehr sanft aus, die Unterlage fühlt sich weich an. Davon profitieren vor allem Menschen mit Beschwerden im Rücken, in Gelenken oder bei der Durchblutung, weil die orthopädischen Viscomatratzen empfindliche Stellen nicht durch übermäßigen Widerstand zusätzlich reizen, aber zuverlässig unterstützen. Bei längerem Liegen über Tage oder Wochen – im Zuge schwerer Erkrankungen oder bei einer Pflegebedürftigkeit – minimieren weiche Viscomatratzen auch die Gefahr des Wundliegens.

Sauberes Schlafklima

Das wird begleitet von einer guten Hygiene und einem gesunden Schlafklima. Jeder Viscomatratzen Test spricht deswegen auch eine klare Empfehlung für alle Allergiker aus.

Lange Haltbarkeit

Weitere Vorteile sind dann noch die gute Haltbarkeit über viele Jahre, ohne dass die Eigenschaften des viscoelastischen Schaums verloren gehen, und die Geräuschlosigkeit, mit der sich diese Matratzen schnell an jede Bewegung im Schlaf anpassen. Hier stört also kein Laut die eigene Nachtruhe oder den Schlaf des Bettnachbarn, denn die viscoelastischen Matratzen sind nicht nur als Einzelmatratzen in allen gängigen Maßen erhältlich – es gibt sie auch als große Partnermatratzen.

Nachteile von Viscomatratzen

Ein Viscomatratzen Test macht aber auch weniger positive Aspekte dieser Unterlagen deutlich.

Viele wird – trotz allem Komfort – der relativ hohe Preis abschrecken.
Der ergibt sich in erster Linie aus den Kosten bei der Herstellung. Der viscoelastische Memoryschaum ist im Vergleich zu Kaltschaum und anderen Schaumstoffen deutlich teurer.

Wer trotzdem nicht auf eine Matratze mit diesem hochwertigen Innenleben verzichten möchte, findet auch einige günstigere Modelle für Einsteiger, wenn er auf ergänzende Extras wie Liegezonen verzichtet, oder ein geringes Raumgewicht in Kauf nimmt.

Ist eine Matratze nur einseitig mit viscoelastischem Material und ohne ein gutes Belüftungssystem ausgestattet, kann sich zudem ein unangenehmer Hitzestau entwickeln.

 

Der Memoryschaum lässt Körperwärme nicht nach unten entweichen und die Temperatur in der Matratze kann sich nicht automatisch regulieren – oben schwitzt dann der schlafende Körper verstärkt. Das erfordert dann eine zusätzliche Matratzenauflage, die die Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Zwar reagieren Viscomatratzen schnell auf eine Be- oder Entlastung, aber dennoch zeigt das Material vor allem bei der Rückbewegung in den Ausgangszustand eine gewisse Trägheit. Die komplette Anpassung nach einer Bewegung dauert also immer ein paar Momente. Das registriere ich sogar deutlich, wenn ich auf einer einseitig beschichteten Viscomatratze liege und mich viel bewege. Bei unruhigem Schlaf ist eine Matratze mit zwei Visco-Schichten deswegen immer die bessere Wahl, weil hier diese kleine Verzögerung noch weniger bemerkt wird.

Die Reaktion auf Wärme beschränkt sich bei diesen Matratzen nicht nur auf die Körperwärme – eine Viscromatratze reagiert auch auf die Temperatur des Schlafzimmers. Erst ab 16 Grad aufwärts entfaltet sie dabei ihre vollen Eigenschaften.

 

Wer selbst im tiefen Winter gern bei offenen Fenstern nächtigt, hat im Schlafzimmer aber häufiger niedrigere Temperaturen und das macht sich auch beim Liegen auf der Viscomatratze bemerkbar: die fühlt sich dann wesentlich härter an, was bei Beschwerden schnell wieder als zu hart empfunden werden kann.



Qualitätsmerkmale – woran erkenne ich gute Viscomatratzen?

Beim Viscomatratzen Test schneiden vor allem solche Modelle überdurchschnittlich gut ab, die folgende Eigenschaften vereinen können:

Würfelschnitt

Jede Matratze sollte immer eine Profilierung des Viscoschaums mitbringen. Der Viscomatratzen Test zeigt, dass solche Einschnitte in dem Material die Matratze atmungsaktiver machen, die Gefahr einer Hitzestauung minimieren und das gesamte Schlafklima anheben.

Ein gängiges Profil ist hierbei der Würfelschnitt, der die gesamte Viscoschicht mit gleichmäßigen Kanälen in Längs- und Querrichtung durchzieht. In einer hochwertigen Viscomatratze finde ich alternativ auch den Eierkarton-Schnitt. Dabei entstehen durch ein Profil wie in einem Eierkarton gleich komplette kleine Luftzwischenräume, die die Klimaeigenschaften der Matratze perfektionieren.

Um diese feinen Belüftungsstrukturen nicht zu beschädigen, sollten Viscomatratzen übrigens niemals über längere Zeiträume aufgerollt oder zusammengefaltet gelagert werden.

 

Raumgewicht

Qualität drückt sich bei viscoelastischen Matratzen ebenso im Raumgewicht aus. Durch die besonderen Materialeigenschaften des Memoryschaums liegt das Raumgewicht hier etwas über den RG-Werten einer guten Kaltschaummatratze.

Ab Werten von RG 50 oder mehr erhalte ich eine qualitativ hochwertige und damit auch langlebige Viscomatratze.

 

Matratzenhöhe

Das Raumgewicht steigt natürlich mit der Matratzenhöhe. In der drückt sich dann auch die Dicke der verarbeiteten Viscoschicht aus. Erwarte ich von meiner Matratze eine große Druckentlastung für empfindliche oder geschädigte Körperpartien, greife ich zu einer entsprechend dicken Viscoschicht, die dann auch gern bis zu 10 cm Höhe messen darf. Mit Ergänzung aus Kaltschaum und dem Bezug ergibt sich dann eine Empfehlung für die ideale Gesamthöhe einer Viscomatratze zwischen 20 und 25 cm.

Liegezonen

Liegezonen, die individuell für alle Körperpartien von Kopf bis Fuß gestaltet sind, erhöhen den Komfort jeder Viscomatratze dann zusätzlich. Einfache Angebote bringen drei Zonen mit. Bessere Modelle steigern diese Bereiche dann auf fünf, sieben oder in Top-Matratzen auch auf neun Abstufungen und steuern damit die Anpassungsfähigkeit der Matratze bis ins kleinste Detail.