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Federkernmatratzen Test

Für wen ist eine Federkernmatratze besonders geeignet?

Die Luftzirkulation macht Federkernmatratzen zur idealen Schlafunterlage für alle, die nachts verstärkt zum Schwitzen neigen. Feuchte Luft im Bett kann hier gut entweichen, frische, trockene Luft ebenso leicht nachströmen.

Gerade höherwertige Federkernmatratzen bieten schweren Menschen genügend Stabilität, ohne dabei vorzeitig zu verschleißen. Der massive Stahl der Federn vermittelt dazu auch im Schlaf in Rücken- oder Bauchlage ein angenehmes Gefühl von Widerstand und Gegendruck, wie ein Federkernmatratze Test mit Probe-Schläfern immer wieder zeigt. Die Federkernmatratze ist also grundsätzlich eine der härteren Unterlagen für die Nacht.

Unser Federkernmatratzen Test bestand aus mehreren Monaten und 10 verschiedenen Modellen. Sehen Sie die Ergebnisse unseres Tests im Ranking.


Aufbau

Federkernmatratze
Eine Federkernmatratze ist fast immer dreiteilig aufgebaut: ihr Federkern mit den typischen Stahlfedern wird oben und unten von einer Schaumstoffschicht zur Polsterung ergänzt. Filz oder ein Vlies schützen den Schaumstoff dabei vor Beschädigungen durch den Druck der vielen Federn. Ein mehrlagiger Bezug mit weiterer dünner Polsterung und natürlichem Material wie Rosshaar oder Wolle auf der Oberseite umfasst schließlich das Innenleben einer solchen Matratze.


Was zeichnet eine Federkernmatratze aus?

Mit hoher Stabilität bieten Federkernmatratzen Nacht für Nacht eine komfortable Schlafunterlage mit guter Unterstützung für den Körper – und das über lange Jahre. Da ihr Kern zwischen den vielen Stahlfedern auch jede Menge Luft einschließen kann, sind sie außerdem sehr atmungsaktiv und gewährleisten eine optimale Luftzirkulation.

Vorteile einer Federkernmatratze

Günstige Einstiegsmatratze

Wer beim Kauf einer neuen Matratze nur wenig Geld ausgeben will, kommt an einer Federkernmatratze meist nicht vorbei. Vor allem die Bonnellfederkernmatratzen sind sehr günstig und kosten deutlich unter hundert Euro. Mit steigendem Anspruch an die Qualität der Matratze oder dem Wunsch nach viel Naturmaterial im Bezug wird aber auch eine Federkernmatratze schnell teurer und durchbricht in der Spitze dann sogar leicht die Tausend-Euro-Marke.

Von Orthopäden empfohlen

Orthopäden empfehlen eine Federkernmatratze gern wegen der Stützkraft der Federn im Innern. Die bieten nicht einfach nur Stabilität, sondern fördern sogar noch mit einer absolut waagerechten Liegeposition eine gesunde Körperhaltung im Schlaf.

Langlebig

Diese Stabilität liefert eine hochwertige Federkernmatratze zuverlässig über viele Jahre. Die Federn behalten dabei auch unter starker Belastung ihre Spannkraft. Das zeigen Warentester auch immer wieder eindrucksvoll, wenn sie bei einem Federkernmatratze Test solche Modelle mit dem enormen Druck einer Walze belasten: die simuliert jahrelange, tägliche Beanspruchung und hinterlässt trotzdem kaum Spuren an den Federn im Matratzenkern.

Überzeugendes Schlafklima

Trotzdem bleibt im Innern genügend Platz für Luft und Luftzirkulation. Das verleiht der Federkernmatratze ein optimales Schlafklima. Vom Schwitzen im Schlaf befeuchtete Luft entweicht schnell und leicht. Sie kann sich nirgends in der Matratze stauen und dort eventuell sogar gefährliche Schimmelbildung aufkommen lassen. Auch ist hier die Schlafatmosphäre durch nur geringe Wärmeisolation der Matratze grundsätzlich eher kühl, was vermehrten Schweißausbrüchen gut entgegenwirkt.

Nachteile einer Federkernmatratze

Gerade eine einfache, günstige Federkernmatratze – mit Bonnellfederkern und auch Cosiflexfederkern – bringt aber auch Nachteile mit. Ihr Federnfeld bietet kaum Punktelastizität und neigt zum sogenannten ‚Hängematten-Effekt‘. Dabei gibt dann nicht nur die belastete Stelle unter einem Körperteil nach, sondern auch umliegende Bereiche sinken mit ein. Erst die aufwendiger gearbeiteten Taschenfederkernmatratzen oder Modelle mit Tonnentaschenfederkern können diese Schwäche durch Einzelanordnung ihrer Federn wieder vermeiden.

Einfach gearbeitete Federkernmatratzen benötigen außerdem eine ebene Unterlage – sie harmonieren schlecht mit verstellbaren Lattenrosten.

 

Einstiegsmodelle zeigen im Federkernmatratze Test zudem immer wieder Schwächen bei der Haltbarkeit. Überdurchschnittlich schnell – was hier einen Zeitraum von wenigen Jahren bedeutet – entstehen bei täglicher Nutzung langsam aber sichtbar Kuhlen im Liegebereich und der Komfort leidet. Gerade preiswerte Matratzen neigen außerdem unter der Bewegung eines Körpers oftmals zu Geräuschbildung und stören damit dann den eigenen Schlaf oder den des Partners.

Ein weiterer Nachteil der Federkernmatratze ist ihr hohes Gewicht. Dazu ist ein Transport oder die Lagerung unbenutzter Matratzen nur in voller Größe möglich – mit den vielen Stahlfedern im Innern lassen sich diese Modelle weder rollen noch falten.

Allergiker wissen wahrscheinlich, dass rund zwei Drittel der Hausmilben ihren Lebensraum im Bett finden. Federkernmatratzen mit normalem Obermaterial neigen in ungünstigen Umgebungsbedingungen schneller zum Milbenbefall als andere Matratzentypen. Möchten betroffene Allergiker trotzdem eine Federkernmatratze kaufen, empfehle ich, unbedingt auf eine antibakterielle – und meist sogar noch abnehmbare – Matratzenhülle zu achten. Gerade das Hygieneplus durch Waschbarkeit des Obermaterials gehört sonst eher nicht zu den typischen Eigenschaften von Federkernmatratzen.



Verschiedene Federkernmatratzen

Die eine Federkernmatratze gibt es nicht. Insgesamt finde ich sogar vier verschiedene Typen: die Bonnelfederkernmatratze und die Taschenfederkernmatratze sind dabei die gängigen Vertreter. Weniger Verbreitung haben Cosiflexfederkernmatratze oder Tonnentaschenfederkern-Modelle gefunden.

Hauptunterscheidungsmerkmal der einzelnen Federkernmatratzen ist ihre Bauweise. Bonnelfederkernmatratzen bilden die einfachste und günstigste Form. Hier sind die Stahlfedern einfach in Reihe verbaut und mit einer Spirale verbunden.

Cosiflexfederkernmatratzen greifen dieses Prinzip auf, sind mit einer wesentlich höheren Federzahl aber deutlich komfortabler. Die Taschenfederkernmatratze bietet dann punktuell noch mehr Elastizität, weil alle Federn in einzelnen Stofftaschen vernäht sind. In der Tonnentaschenfederkernmatratze wird dieses Komfortmerkmal noch einmal durch eine besondere Bauform der Federn gesteigert: sie sind für zusätzliche Anpassungsfähigkeit an Druckbelastungen in der Mitte noch einmal etwas ausgewölbt.


Qualitätsmerkmale – woran erkenne ich eine gute Federkernmatratze?

Ein Federkernmatratze Test zeigt, worauf es für gute Qualität bei einer Matratze mit Federkern ankommt.

Federzahl

Erstes Merkmal ist die Anzahl der eingesetzten Federn. In einem sehr guten Modell sind meist ganze eintausend Federn in einer einzelnen Matratze mit Normalmaß untergebracht. Grundsätzlich gilt die Faustregel: je mehr Federn, desto besser. Denn mit zunehmender Federzahl steigt auch die Punktelastizität und damit der Komfort einer Federkernmatratze.

Liegezonen

Die gleiche Grundregel – je mehr, desto besser – gilt auch für die Liegezonen bei einer Federkernmatratze. Mit solchen unterschiedlichen Widerstandsbereichen bietet die Matratze dann jeder Körperpartie eine angemessene Stabilität für entspanntes, gesundes Liegen und einen erholsamen Schlaf. Das Angebot reicht dabei von drei über fünf und sieben bis hin zu neun einzelnen Liegestufen in einer Matratze.

Raumgewicht

Auch das Raumgewicht fällt bei einem Federkernmatratze Test regelmäßig als Indikator für die Qualität eines Modells auf. Es erlaubt einen schnellen Rückschluss, wie solide, stabil und langlebig das Innenleben einer Federkernmatratze gearbeitet ist. Empfehlenswert werden Matratzen ab einem Raumgewicht von RG 35 aufwärts. Berechnet wird das Raumgewicht einer Federkernmatratze übrigens schnell auf diesem Weg:

Federhöhe

Ein letztes Qualitätsmerkmal versteckt sich dann noch in den Federkernen selbst: hier weisen hohe Federn mehr Stabilität auf, um ein tiefes Einsinken des Körpers zu verhindern und diesen stattdessen über die ganze Länge stabil abzustützen. Um das zu erreichen, ist bei Federn oder Federkern – abhängig vom Gesamtgewicht der Matratze – eine Höhe zwischen 14 und 19 cm empfehlenswert.

Federkernmatratze vs. Kaltschaummatratze

Wer eine neue Matratze sucht, wünscht sich solche direkten Vergleiche und ein klares Votum für die eine oder andere Matratzenart. Leider ist das in der Praxis nicht so einfach. Beide Matratzenarten haben ihre Stärken, passen aber auf der anderen Seite nicht zu jedem. Es gilt also, auf die Details eines Modells zu achten und zu überprüfen, ob sie den persönlichen Wünschen oder Vorlieben entgegenkommen. So findet sich dann meist schnell der individuelle Favorit für jahrelangen gesunden Schlaf.