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Welche Matratze ist die richtige für mich? In nur sechs Schritten zum perfekten Matratzenkauf

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Sie Sind sich nicht sicher welche Matratze für Sie passend ist? Wir hoffen mit dem nachfolgenden Ratgeber für Sie diesen Entscheidungsprozess zu erleichtern. Wir gehen dabei auf die wichtigsten Faktoren ein.

Inhalt:

1. Das Alter und die Haltbarkeit
2. Art der Matratze
3. Budget beim Matratzenkauf
4. Das richtige Härtegrad
5. Den richtigen Matratzentyp wählen
6. Welche Matratze passt zu meinem Körpergewicht


1. Das Alter oder die Haltbarkeit

Matratzen zählen zu den langlebigen Heimtextilien und halten viele Jahre. Aber egal, wie regelmäßig wir sie auch drehen, wenden und reinigen: irgendwann wird es auch bei der hochwertigsten Matratze Zeit für einen Neukauf.

Schlechter Schlaf und immer mehr Verspannungen zeigen es meist schon an, wenn das Material des Matratzenkerns im Laufe der Jahre so viel Stabilität verloren hat, dass eine gesunde Nachtruhe unmöglich wird. Es gibt aber auch eine grundsätzliche Orientierung.

Faustregel: Nach rund acht Jahren neigt sich ein durchschnittliches Matratzenleben dem Ende zu.

Ist der Bezug fest vernäht und kann nicht gewaschen werden, wird es schon nach etwa fünf Jahren Zeit für eine neue Matratze, denn nur mit Bürsten oder Absaugen können wir eine Matratze einfach nicht länger hygienisch sauber halten.

 

Allerdings unterscheiden sich die einzelnen Matratzenarten in puncto Lebensdauer zum Teil erheblich. Aus diesem Aspekt wird natürlich auch ein wichtiges Kriterium beim Neukauf einer Matratze.

Richtige Matratze

Durchschnittliche Lebensdauer einer Matratze (Jahre)

Was ist nun eine „gute“ Matratze?

Woran erkennen wir Qualität beim Matratzenkauf?

Raumgewicht

Einer der wichtigsten Indikatoren für die Qualität einer Matratze – und mitentscheidend für Haltbarkeit oder Lebensdauer – ist das Raumgewicht (RG). Dieser Wert mit der Maßeinheit kg/m³ gibt die Dichte der Matratze an. An ihm lässt sich ablesen, wie viel des jeweils verwendeten Basismaterials (Schaum, Latex oder Federkerne) in der Matratze steckt.

Raumgewicht: Je höher dieser Wert ausfällt, desto elastischer wird der Matratzenkern, desto geringer ist die Materialermüdung.

 

Ein hohes Raumgewicht garantiert neben Schlafkomfort eben auch eine lange Haltbarkeit der Matratze.

< 40 kg/m³
Unterlagen mit weniger als 40 kg/m³ Raumgewicht halten, unabhängig vom Material, kaum länger als fünf Jahre bei einer täglichen Benutzung.

50 bis 60 kg/m³
Wenn wir die Nutzungszeit einer Matratze tatsächlich auf acht bis zehn Jahre planen wollen, sind schon RG-Werte zwischen 50 und 60 kg/m³ das Mindestmaß.

ab 70 kg/m³
Bei einem Raumgewicht um die 70 kg/m³, wie wir es vor allem bei Latexmatratzen finden, überschreitet die Haltbarkeit auch leicht ein ganzes Jahrzehnt.


2. Schaum, Latex oder Federkern: welche Matratze passt zu mir?

Für die Wahl der Matratzenart sind die bevorzugte Schlafposition, das Schlafverhalten und natürlich auch das Budget beim Matratzenkauf entscheidend.

Wer hier weniger ausgeben will oder kann, schaut sich am besten gleich unter den Kaltschaummatratzen oder den Modellen mit Federkernen um. Bei diesen beiden Matratzenvarianten gibt es neben teuren Matratzen auch bereits viele günstige, aber dennoch gute Angebote.

Kaltschaummatratze

Sie ist ideal für unruhige Schläfer, die nicht gern zu tief in ihre Matratze einsinken, und passt gut zu jeder Schlafposition.

Vom Charakter her bewegt sich diese Matratze zwischen weich bis leicht fest bei einem maximalen Körpergewicht von 80 bis 90 Kilogramm. Einige Hersteller bieten mit hohem Härtegrad auch Modelle für schwerere Menschen an. Reine Schaum- oder Kaltschaummatratzen sind eher eine Seltenheit.

Hybrid: Meistens werden die Liegeeigenschaften durch eine zusätzliche Lage Latex oder auch Viscoschaum optimiert. Wegen des überwiegenden Kaltschaumanteils tragen aber auch solche Hybriden die Bezeichnung Kaltschaummatratze.

 

Federkernmatratze

Wird überwiegend auf dem Bauch oder Rücken geschlafen, passen Federkernmatratzen sehr gut.

Sie eignen sich aber auch gut für Seitenschläfer. Die Federkernmatratze ist immer eine etwas festere Matratze, in der wir kaum einsinken.

Ihr luftiges Innenleben, das in erster Linie aus Stahlfedern besteht, ist optimal bei starkem nächtlichem Schwitzen und bleibt auch bei höherem Körpergewicht noch stabil.

In der einfachen, aber immer selteneren Variante baut sich eine solche Matratze nur auf nackten Stahlfedern auf, die verbunden eher flächenelastisch den Körper stützen.

Komfortabler und etwas teurer sind Modelle mit Taschenfederkernen, die den Körper punktelastisch unterstützen, und deren Federn besser nachschwingen. In einer Tonnentaschenfederkernmatratze wird dieser Komfort durch eine besondere bauchige Federform noch weiter gesteigert.

Preislich etwas höher angesiedelt sind die folgenden Matratzenarten:

Viscoschaummatratze

Wer sich allabendlich einmal in die Seitenlage kuschelt und dann bis zum Morgengrauen weitgehend ruhig in dieser Position schlummert, erfüllt schon die wichtigste Voraussetzung, damit es auf einer Viscoschaummatratze mit der nächtlichen Erholung klappt.

Sie passt zwar auch zu Bauch- und Rückenlage, ist aber auf keinen Fall etwas für unruhige Schläfer, weil dieser Schaum mit Memory-Funktion Bewegungen nur leicht verzögert folgen kann.

Visco-Schaum: Außerdem sollte das Thermometer im Schlafzimmer immer mindestens 18 Grad anzeigen, damit der Viscoschaum seine Anpassungsfähigkeit und seinen Memory-Effekt überhaupt zeigen kann. Dieses Material reagiert nicht nur auf Druck, sondern auch auf Körperwärme oder eben die Raumtemperatur.

 

Es passt sich dann ideal und stabil der Körperkontur an, funktioniert auch noch bei deutlich über 100 Kilogramm Gewicht gut und kann sogar Rückenschmerzen lindern. Dieser Matratzentyp ist weder übermäßig weich noch sonderlich fest und hat meist eine mittlere Härte.

Gelmatratze

Sie ist eine relativ neue Entwicklung der Matratzenindustrie und bietet ähnlich präzisen Liegekomfort wie die Viscoschaummatratze.

Gel-Schaum: Das Gel – Markenname Gelax – reagiert nicht mehr thermoelastisch und so spielt die Raumtemperatur hier für die Liegeeigenschaften keine Rolle.

 

Vom Charakter ist die Gelmatratze dabei eher eine weiche Unterlage, eignet sich mit sehr ausgeprägten ergonomischen Eigenschaften aber gut bei Rücken- oder Gelenkschmerzen.

Latexmatratze

Latexmatratzen passen ebenfalls zu jeder Schlafposition, bieten aber gerade Seitenschläfern ein angenehmes Einsinken mit stabiler Unterstützung.

Sie passen auch zu unruhigem Schlaf, weil sie sich geräuschlos und schnell – auch bei höherem Körpergewicht – jeder Bewegung anpassen.

Hausstaubmilben mögen Latexmatratzen dagegen überhaupt nicht und so können sich Allergiker hier besonders wohl fühlen. Natürlich wird bei der Herstellung einer Latexmatratze auch auf die gute Belüftung der Matratze geachtet, allerdings ist das Material Latex von Natur aus feuchtigkeitsabweisend.

Wer nachts viel schwitzt, sollte diese Matratzen deswegen besser meiden.


3. Das Budget

Was kostet eine gute Matratze? Schauen wir uns Matratzenangebote an, entdecken wir online Matratzen für unter 100 Euro bis hin zu Modellen im Fachhandel, die weit über 1000 Euro kosten sollen. So viel Geld müssen wir aber nicht unbedingt ausgeben, um eine gute Matratze zu erhalten, die uns über lange Jahre erholsame Nächte beschert.

Online Matratzen Preisüberblick

Online Matratzen Preisüberblick

Offline-Kauf

Im Fachgeschäft vor Ort bekommen wir eine persönliche Beratung und können alle Matratzen auch gleich für ein paar Minuten „testen“.

Für diese beiden kleinen Vorzüge – die aber keinesfalls eine Garantie für einen guten Matratzenkauf sind – müssen wir allerdings viel Geld bezahlen.

Die Margen des Handels im Bereich Matratzen betragen bis zu 40 Prozent vom Kaufpreis. Online im Direktvertrieb und über Internethändler fällt dieser Preistreiber komplett oder zumindest zu großen Teilen weg. Selbst Spitzenmatratzen im XL-Format kosten dort nur sehr selten mehr als einen dreistelligen Betrag.

Innovation im Matratzenmarkt

Auch hat das Internet die Konkurrenz unter den Matratzenanbietern klar belebt. 2016 finden sich wohl so viele Hersteller am Markt wie nie zuvor.

Das sorgt für neue Innovationen und drückt das allgemeine Preisniveau. In Matratzentests finden sich immer mehr gute bis sehr gute Matratzen, die alle nur noch zwischen 200 bis 400 Euro kosten. Ältere Modelle, die schon ein paar Jahre auf dem Markt sind, aber trotzdem noch guten Schlafkomfort anzubieten haben, sind manchmal sogar noch ein paar Euro günstiger.

Matratzen unter 100€

Unter 100 Euro gibt es zwar auch viele Angebote, aber hier sollte niemand am falschen Ende sparen. Bei diesem Preisniveau ist die Qualität nicht ausreichend für Erwachsene, die über Jahre Tag für Tag auf der Matratze schlafen wollen. Es mangelt am Liegekomfort und der Haltbarkeit.

Diese Matratzen reichen höchstens für ein Kinder- oder Jugendbett, wo die Gewichtsbelastung gering ist und die Kleinen ohnehin schnell aus dem Bett herauswachsen.

Auch als einfache Gästematratze gehen derart günstige Matratze noch in Ordnung, im eigenen Bett wird man sich aber schnell wünschen, doch etwas mehr ausgegeben zu haben.


4. Welchen Härtegrad soll ich nehmen?

Es könnte so einfach sein: fast jede Matratze ist in unterschiedlichen Härtegraden (HG) wie H1, H2, H3 oder H4 und manchmal sogar H5 erhältlich. Zu jedem Härtegrad gibt es auch allgemeine Empfehlungen für die Gewichtsbelastung der Matratze:

H1 bis 60 kg
H2 60 bis 80 kg
H3 80 bis 110 kg
H4 110 bis 140 kg und
H5 bei über 140 kg Körpergewicht

Diese Einteilung könnte also eine echte Hilfe beim Matratzenkauf sein, wenn sich denn auch die Hersteller bei der Angabe der Härtegrade für ihre Matratzen an dieses Schema halten würden.

Leider trifft das aber nahezu auf keinen Anbieter zu. Außerdem werden dann noch weitere Kategorien wie weich, medium oder fest und sehr fest eingeführt, die aber auch keine sinnvolle Anleitung liefern.

H1-Matratzen werden so gut wie gar nicht angeboten. Die meisten verkauften Matratzen tragen die Label H2 und H3. Für viele Hersteller gelten diese Matratzen schon als mittelhart und fest, dabei sind sie eher weich und mittelhart.

Härtegrad-bevorzugt

Der bevorzugte Härtegrad – Die meisten Schläfer bevorzugen einen Härtegrad von 4-7 von maximal 10

Alle, die lieber etwas fester schlafen, greifen beim Matratzenkauf deswegen besser gleich zum nächsthöheren Härtegrad gegenüber den Herstellerangaben, falls nicht Tests oder die Kommentare anderer Besitzer eindeutig darauf hinweisen, dass diese Matratze ausnahmsweise tatsächlich so hart ist wie angegeben.

Auch bei hohem Körpergewicht jenseits der 100-Kilo-Marke empfiehlt sich dieses Vorgehen. Erst beim Härtegrad H5 gibt es dann tatsächlich auch Matratzen, die sehr fest sind, um der größeren Gewichtsbelastung gut standzuhalten.

Zur Schlafposition lassen sich folgende Faustregeln nennen: eine zu weiche Matratze ist eher ungeeignet für Bauch- oder Rückenschläfer, weil sie zu wenig Unterstützung bietet. Eine harte Matratze kann dagegen schlecht für Seitenschläfer sein, weil die Schultern zu wenig einsinken und die Wirbelsäule abgeknickt wird.

 

Auch für die unterschiedlichen Materialeigenschaften gibt es eine generelle Orientierung: Federkernmatratzen oder Latexmatratzen neigen dazu, etwas härter zu sein.

Viscoschaummatratzen sind dagegen tendenziell weicher. Modelle mit Kaltschaum können wir dagegen nicht so global einordnen.

Für die Berücksichtigung unterschiedlicher Körperformen hat bisher nur Stiftung Warentest einen Lösungsansatz gefunden und die Schläfer in vier verschiedene Typen eingeteilt – je zwei für Frauen und Männer.

Konkrete Empfehlungen werden aber nur für die wenigen getesteten Matratzen ausgesprochen. Damit bleiben unzählige Matratzen unberücksichtigt, denn allgemein hat sich diese Einteilung bisher nicht verbreitet.


5. Seitenschläfer, Bauch- oder Rückenschläfer: welche Matratze passt zu mir?

Nur durch die Schlafposition ergibt sich keine Einschränkung oder Präferenz für eine bestimmte Matratzenart. Alle Matratzentypen oder Materialien eignen sich zunächst einmal gleichermaßen.

Es lohnt sich aber, dennoch etwas genauer hinzuschauen.

Seitenschläfer

Fast zwei Drittel aller Menschen schlafen auf der Seite.

Diese Position entlastet schon von Natur aus die Wirbelsäule, entspannt die Muskeln und erlaubt eine freie Atmung.

Eine gute Matratze sollte das natürlich unterstützen. Dazu muss die Matratze flexibel und elastisch sein, gerade Hüfte und Schultern müssen unbedingt einsinken können, damit die Wirbelsäule in einer gesunden, geraden Achse ausbalanciert wird.

Eine Matratze für Seitenschläfer darf also keinesfalls zu hart sein, weil das erwünschte Einsinken dann unmöglich wird. Sie darf andererseits aber auch nicht zu weich sein, weil sonst die erforderliche Unterstützung von Körperpartien wie Nacken oder Lendenwirbel fehlt.

Optimal ist hier also ein mittlere oder leicht feste Matratze, am besten noch mit separaten Liegezonen ausgestattet.

 

Rücken- und Bauchschläfer

Rund 20 Prozent aller Menschen sind Rückenschläfer, Bauchschläfer gibt es etwas weniger. Die Anforderungen, die beide Gruppen an eine gute Matratze stellen, sind relativ ähnlich.

Bei beiden kommt es darauf an, dass die Wirbelsäule eine natürlich gerade und entspannte Position finden kann. Zwar üben die schweren Körperpartien Schultern oder Becken auch hier den größten Druck auf die Unterlage aus, sie sinken aber bei weitem nicht so weit ein wie in der Seitenlage.

Eine Matratze für Bauch- und Rückenschläfer muss also ebenfalls flexibel und elastisch sein, aber nicht in dem gleichen Maß wie bei Seitenschläfern.

Für den Schlaf auf dem Bauch oder in Rückenlage sind zu weiche Matratzen damit eher ungeeignet – die Auswahl sollte sich besser auf mittlere und feste Modelle konzentrieren.

 

Eine Aufteilung in besonders auf die Körperpartien abgestimmte Liegepositionen bietet auch für Bauch- und Rückenschläfer eine sinnvolle Unterstützung.

Lagen

Der beste Härtegrad für Bauch, Seiten und Rückenschläfer

Nun verbringen nur sehr wenige Menschen ihre Nächte komplett regungslos in einer Körperlage. Etwas Bewegung in der Nacht ist sogar wichtig: sie lockert die Muskulatur und auch die Bandscheiben können sich dann besser für die Anstrengungen des nächsten Tages regenerieren.

Häufig kommt es aber auch zu sehr unruhigem Schlaf mit vielen Bewegungen. Wer davon mit längeren Phasen oder sogar chronisch betroffen ist, schränkt sich beim Matratzenkauf besser etwas ein. Eine günstige Federkernmatratze neigt zur Geräuschbildung bei Bewegungen.

Das stört den Schlaf des Partners oder vielleicht sogar den eigenen zusätzlich. Auch eine Matratze mit Viscoschaum ist dann ungeeignet. Die verdankt ihre sehr präzise Anpassung an den Körper vor allem dem eingebauten Memory-Effekt. Zwar gelingt das sehr schnell, aber beim Zurückstellen nach einer Gewichtsverlagerung zeigt der Schaum immer eine leichte Verzögerung, die nicht mit der Geschwindigkeit der Körperbewegungen mithält. Der Liegekomfort der Viscoschaummatratzen geht unter zahlreichen Bewegungen im Schlaf also schnell verloren.


6. Welche Rolle spielt das Körpergewicht beim Matratzenkauf?

Auch das Körpergewicht spielt bei der Matratzenauswahl eine Rolle. Zwar kommen Federkernmatratzen oder Latexmatratzen schwereren Menschen etwas entgegen, aber grundsätzlich macht ein bestimmtes Körpergewicht nicht zwingend ein besonderes Matratzenmaterial erforderlich. Allerdings muss der Aufbau der Matratze – ihre Stabilität und Härte – zum Körpergewicht passen.

Ein leichter Körper liegt auf einer zu festen Matratze wie auf einem Brett ohne jeden gesunden Komfort. Auf der anderen Seite sinkt ein schwerer Körper auf einer zu weichen Matratze unkontrolliert ein und die unangemessene Belastung sorgt zudem für einen schnellen Verschleiß der Matratze.

Um solche Extreme zu verhindern, bieten die Härtegrade und Gewichtsangaben der Hersteller eine erste ungefähre Orientierung.

Den Härtegrad H1 können auch leichte Zeitgenossen dabei ruhig ignorieren. Eine H2-Matratze ist hier immer eine gute Wahl.

Tendiert der Zeiger der Waage schon gegen 80 kg, ist eher gleich der Griff zu einer Unterlage mit Härtegrad 3 anzuraten, da Matratzen fast durchgängig weicher ausfallen als angegeben.

Über 80 kg und unter 100 kg sollte dieser Härtegrad in der Theorie ebenfalls passen, aber leider zeigt die Praxis, dass viele den Härtegrad schon als zu weich beurteilen. Hier muss deswegen genauer hingeschaut werden, wie die Matratze tatsächlich ausfällt und gegebenenfalls gleich ein härteres Modell gewählt werden.

Mit mehr als 100 kg Körpergewicht dürfte nahezu jede Matratze unter H4 zu weich und instabil ausfallen.

Liegezonen

Kleine Menschen mit höherem Gewicht werden an einer Matratze inklusive Liegezonen weniger Freude haben, denn diese orientieren sich immer an einer gleichmäßigen Gewichtsverteilung auf durchschnittliche Körpergrößen.

 

Ortophaedischematratze

Körpertyp – Jeder Körper hat individuelle Druckpunkte auf der Matratze

One-Size-Fits-All Matratzen

Genauso sind auch Universalmatratzen, die zwar für jedes Körpergewicht zwischen 40 und 140 kg angepriesen werden, eher auf den statistischen Durchschnittstyp und wie die am häufigsten gekauften Matratzen – H2 und H3, eher weich – ausgelegt.

Physikalisch ist es schlicht unmöglich, eine Matratze zu bauen, die den Erfordernissen und Wünschen von 80 oder 90 Prozent der Matratzenkäufer entspricht und dabei die gleichzeitig eine solche Gewichtsspanne mit gutem Liegekomfort abdecken kann.